Bericht zum 25. Frühjahrslauf des TV Groß-Gerau am 21. Februar 2009
Um 18.00 Uhr ist alles geschafft! Mit Preisen versehen, treten zufriedene Sportlerinnen und Sportler die Heimreise an, manche von ihnen laut eigener Aussage, um jetzt ordentlich Fastnacht zu feiern.
Wenig später ist aufgeräumt und die Organisatoren und Helfer ziehen zufrieden Bilanz, keiner war die Strecke andersherum gelaufen, kein Mann hatte aus Versehen bei w: für weiblich sein Kreuzchen gemacht, keiner hat Altersklasse und Geburtsjahr verwechselt, so dass ein 30jähriger in der Altersklasse der 1930 Geborenen gewertet wurde, kein Zeitnehmer hatte vergessen zu drücken, keinem Laptop war’s zu kalt und hatte sich zur Ruhe begeben!
Der 25. Frühjahrslauf liegt hinter uns!
Losgegangen war es 1981 und nach Unterbrechungen zwischen 1990 (Sturmtief Wiebke) und 1993, gab es ein Jahr später (1994) den Neustart und an diesem Fastnachtssamstag die 25. Auflage.
Bei dieser Neuauflage
erreichten 353 Läuferinnen und Läufer das Ziel, ein
Läuferfeld, das gemessen an den letzten Jahren als von der
Anzahl als normal bezeichnet werden kann und das diesmal von Jochen
Auer, (Mitglied des Magistrats) in Vertretung von Bürgermeister
Sauer per Startschuss auf die Strecke geschickt wurde.
Gesamtsieger und 1.
der Altersklasse M 20 wurde ein sehr junger Läufer aus der
Region, Marko Arthofer vom TV-Trebur, der die Strecke in
hervorragenden 32:55,2 min zurücklegte und der damit seine
persönliche Bestzeit deutlich verbessern konnte, obwohl die
Bedingungen an diesem Tag keineswegs optimal waren (Nieselregen
beim Start, aufgeweichte Streckenabschnitte auf der einen und
schneebedeckte Passagen auf der anderen Seite).
Nur wenig mehr
benötigte die schnellste Frau, Simret Restle von der
LG
Eintracht Frankfurt, die für die Strecke 35.34,8 min. benötigte
und insgesamt 6. wurde. Sie verfehlte damit den Streckenrekord von
35:16 min nur ganz knapp. Auch in den höheren Altersklassen gab
es hervorragende Ergebnisse: Hier stellvertretend zwei Beispiele: In
der Klasse M 60 siegte Manfred Hartung (LC Michelstadt) in 39:23,3
Min. und in der entsprechenden Klasse der Frauen: Anja Ritschel (TV
Waldstraße Wiesbaden) in 45:37,3 min.
Nach dem Lauf fand sich etwa die Hälfte der Läuferinnen und Läufer zur Siegerehrung und Tombola in der renovierten und mit modernster Technik ausgestatteten Stadthalle ein. Alle waren offensichtlich zufrieden!
Auch ein kahlköpfiger Läufer, der einen Tombolapreis gewonnen hatte und mit der
Bemerkung auf den Moderator zu kam: „Diesmal bitte kein
Shampoo“, konnte zufrieden gestellt werden. Er bekommt diesmal
“regionales Futter“, Handkäse und Wurst, produziert
in der Kreisstadt.
Um die Zeit bis zur Siegerehrung zu überbrücken wurden mit Hilfe eines Beamers und einer großflächigen Leinwand ein Video und Bilder der letztjährigen Veranstaltung gezeigt, während sich die Läuferinnen und Läufer an unserer Kuchentheke stärkten.
Die Auswertung lief diesmal vollkommen problemlos und bevor der Lauf für den Letzten beendet war, lagen schon die Ergebnisse der ersten 200 Finnischer vor. Während der Siegerehrung konnten die Ergebnisse erstmals parallel zur Ansage auf die Leinwand projiziert werden, direkt von den Auswertungscomputern im Hintergrund. Voraussetzung hierfür ist ein Computerprogramm, das wir einem Mitglied unserer Abteilung verdanken.
Dass wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses Jahr aus Anlass unseres 25. Frühjahrslaufs eine „Jubiläumstasse“ überreichen und die Platzierten darüber hinaus mit Preisen ehren konnten, verdanken wir unseren Sponsoren:
Wir möchten uns hier nochmals herzlich bedanken.
Aber nicht nur Sponsoren ermöglichen eine solche Veranstaltung. So werden wir beispielsweise seit Jahren von den Ahmadiyya Muslim Jamaat e.V. unterstützt. Sie stellen uns ihren Parkplatz und ihre Toiletten dankenswerterweise zur Verfügung.
Insgesamt sind ungefähr 50 Organisatoren und Helfer beiderlei Geschlechts im Vorfeld gut beschäftigt und ohne ihre Mithilfe könnte unsere Veranstaltung nicht stattfinden.
So
müssen beispielsweise Ausschreibungen angefertigt,
gedruckt und bei vergleichbaren Veranstaltungen ausgelegt
werden, Briefe verfasst und verschickt, Preise besorgt werden. Am
Veranstaltungstag müssen die Aufbauten im Wald vorgenommen, die
Strecke präpariert und der Weg dorthin ausgeschildert werden.
Von anderen Vereinen werden Tische und Bänke herangekarrt. Wenn
dann die Blechlawine anrollt, machen die Parkplatzanweiser ihren
Dienst. Vor der Siegerehrung müssen andere an anderen Orten der
Stadt die gleiche Aufgabe übernehmen. In den Tagen vorher
werden die Voranmeldungen aufgenommen und am Veranstaltungstag die
Nachmeldungen entgegengenommen werden, exakte Zeitnahme und
gewissenhafte Aufnahme des Zieleinlaufs sind Voraussetzung für
die Auswertung und Erstellung der Ergebnislisten (150-200 Teilnehmer
warten in der Halle und viele drängeln, weil sie noch zur
Fastnacht wollen!), die Siegerehrung muss zügig über die
Bühne gehen, die produzierten Kuchen und die Würstchen
müssen an Mann und Frau gebracht werden. Wenn alles vorbei ist,
werden Tische und Stühle, die morgens ausgeräumt worden
sind, wieder auf den „Rückweg geschickt“. Es werden
in den Tagen danach Dankesbriefe und Ergebnislisten verschickt und
…und …
Ihnen allen sei auf diesem Weg nochmals gedankt. Nur weil sie ihre Aufgabe kennen und jedes Jahr aufs Neue klaglos erledigen, lässt sich eine solche Veranstaltung über die Bühne bringen.
Es ist jetzt Sonntag, der Tag danach. Was ist los? Bis 20.00 Uhr hat noch keiner angerufen und behauptet, unsere Ergebnisliste würde diesmal hinten und vorne nicht stimmen, weil er eine ganz andere Zeit gelaufen und garantiert zusammen mit der Startnummer xy durchs Ziel gelaufen sei. Immer das gleiche Spiel: erstmal Stutzen, dann Betroffenheit, anschließend Studium der Ergebnisliste und Erleichterung! Unser Anrufer und Lauffreund war auf einer alten Liste aus dem falschen Jahr.
Aber
wie gesagt, diesmal hat auch Sonntagmorgen nicht das Telefon
geklingelt!
Überschattet wurde unsere diesjährige
Veranstaltung allerdings von einem traurigen Ereignis. Unser
langjähriger Abteilungsvorsitzende und Mitinitiator des
Frühjahrslaufs, Ernst Hufer, war wenige Tage vorher nach langer
Krankheit verstorben. Im Rahmen der Siegerehrung wurde ihm mit einer
Schweigeminute gedacht.
Für die Langstreckenabteilung
Gerhard Wenz